Lärm und Stille

Eine Erkundung der Welt mit den Ohren

Harald Lesch in einem schalltoten Raum. Foto: ZDF/ Tenzin Sherpa
Harald Lesch in einem schalltoten Raum. Foto: ZDF/ Tenzin Sherpa

 

Ohne Schall keine Musik, aber auch kein Lärm. Laute Geräusche wie Straßenlärm können zur Gefahr werden, auch wenn wir sie bewusst kaum mehr wahrnehmen. Das Gehirn bleibt aufmerksam und reagiert auf alles, was die Ohren erreicht. Mögliche Folge: Dauerstress. Die ZDF-TV-Doku „Krank durch Krach“ zeigt, wie unterschiedlich Klangwelten wirken und welchen Einfluss sie auf das menschliche Wohlbefinden haben.

Der Wissenschaftler Harald Lesch sucht nach den Grenzen des Hörens und erlebt dabei auch einen Ort nahezu vollkommener Stille: eine anechoische Kammer in München. In dem schalltoten Raum entwickeln Forschende neue Hörhilfen und testen Technologien, die das menschliche Hörvermögen unterstützen sollen.

Die Sendung zeigt außerdem, vor welche Herausforderungen komplexe Geräuschkulissen das Gehör stellen. Ob im Bahnhof oder im Restaurant: Das Gehirn muss ständig wichtige von unwichtigen Signalen trennen. Neue Technologien für Hörhilfen sollen künftig nachahmen, was das menschliche Gehirn dabei leistet. Doch nicht allein die Lautstärke entscheidet darüber, ob man einen Ort als angenehm empfindet, sondern auch, was man hört.

Warum empfinden viele Menschen einen Presslufthammer als Belastung, während eine Amsel, die in ähnlicher Lautstärke singt, glücklich macht? Forschende untersuchen, welche Klänge als angenehm empfunden werden, um Klangwelten für akustisch lebenswerte Städte zu gestalten.