Warum werden queere Menschen zunehmend zum Feindbild?

Der Christopher Street Day steht seit Jahrzehnten für einen zentralen Erfolg der queeren Emanzipationsbewegung: den Schritt aus der Unsichtbarkeit in die Öffentlichkeit. Der Terroranschlag am 25. Juli 2026 in Berlin hat die queere Community und die gesamte Gesellschaft erschüttert. Warum werden queere Menschen zunehmend zum Feindbild? Und was sagt ihr Schutz über den Zustand einer offenen Gesellschaft aus?
Die Zahl der Angriffe auf queere Menschen ist seit Jahren gestiegen. Die Gefahr war immer real. Jetzt ist das vage Gefühl, in relativer Toleranz glücklich werden zu können, mit dem 25. Juli zerbrochen. Zurück bleiben Trauer, Verunsicherung und die Frage, wie wehrhaft eine offene Gesellschaft gegenüber Hass und Gewalt ist.
Für viele schien die deutsche Gesellschaft auf dem Weg zu immer größerer Offenheit: Eine Mehrheit akzeptiert homosexuelle Lebensweisen, queere Menschen sind in Politik, Kultur und Öffentlichkeit so sichtbar wie nie zuvor. Gleichzeitig nehmen queerfeindliche Gewalttaten zu, politische Debatten werden schärfer geführt, religiös-fundamentalistische und rechte Bewegungen mobilisieren gegen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. War die wachsende Toleranz weniger belastbar als angenommen?
Die zweiteilige ZDFinfo-Dokumentation „Feindbild Queer“ zeigt, wie queere Menschen Anfeindungen und Gewalt in ihrem Alltag erleben. Sie begleitet Menschen in Familie, Politik, Kirche und Moschee. Ihr Leben wird dabei zum Brennglas für gesellschaftliche Konflikte um Freiheit, Minderheitenrechte und Demokratie. Warum werden queere Menschen zunehmend zum Feindbild? Und was sagt ihr Schutz über den Zustand einer offenen Gesellschaft aus?
Die zweiteilige TV-Doku „Feindbild Queer“ begleitet queere Menschen, zeigt ihren Alltag und auch wie sie Anfeindungen und Gewalt erleben.




